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19.04.2012

Bitte bitte: Maulkorb für Parlamentarier!

Wie schade. Erneut muß eine Hoffnung fahren gelassen werden.  Ich fand das eine Pfundsidee, Parlamentarier des Bundestags nicht mehr zu Wort kommen zu lassen. Das Ganze war wirklich klasse, nur die Definition, wer künftig den Maulkorb bekommt, wäre noch zu überarbeiten.


Kein Rederecht mehr für sämtliches Geschwalle ohne Niveau, für Nachbeter der Regierungs-und Oppositionsführermeinung und für Vorbeter des Kapitals und Prediger der deutschen Kriegseinsätze in aller Welt, für Gesundbeter der Pharma-und anderer Industriekomplexe,  kein Rederecht für Pfaffensöhne und Pastorentöchter aus dem dieseitigen Westteil und der vormaligen Ostzone, kein Rederecht mehr für Heiligsprecher des Vatikans und der dort angestellten Kinderfreunde, kein Rederecht mehr für Sparschweine aller Parteien, die das Verarmungsprogramm Hartz4 ff aufgelegt haben  - ja dann:

  • Dann wäre der deutsche Bundestag ein Ort der Meditation, ein Ort des Schweigens und ein Ort der Stille.

27.09.2009

Nach der Wahl: Warm anziehen!

Merkel-WelleKönnte man dem Wahlergebnis mit der satten schwarz-gelben Mehrheit noch irgendwas abgewinnen dann das, daß die SPD in der Nach-Müntefering-Zeit hoffentlich ihre Identität als linke Volkspartei wieder findet.

Ansonsten: Arbeiter, Angestellte, Rentner und Hartzer zieht euch warm an.  Und das gleich mehrfach: Die versprochenen Steuersenkungen werden mit weiteren Einschnitten ins soziale Netz finanziert werden und viel „Liebgewonnenes“ wird dem schwarz-gelben Tigerentenclub zum Opfer fallen.  Da gibts ja Bürgermeister in Bayern, die der Meinung sind, warmes Wasser sei zum Duschen für Arbeitslose nicht notwendig…
Und die Tigerente, gezogen von Merkel-Welle, wird den Atomausstieg revidieren und modifizieren, den Klimawandel und die Umwelt hintenan stellen und die Gentechnik flächendeckend aussäen. Monsantu lässt heute die Korken knallen.  Insofern: Es wird warm, strahlend warm und gen-ial.
Die Entsolidarisierung der Gesellschaft wird zunehmen, unerklärliche (?) Gewaltausbrüche und die Kriminalität im Allgemeinen pflegen bei Anstieg der Armut und beim Auseinanderdriften in Haben – und Habenichtse zu steigen.
Soweit fürs erste, 30 Minuten nach der ersten Hochrechnung und der Wiedergeburt der Tigerente.



18.09.2009

Lange gegen Weile

Das Merkel gegen den Meierstein:

Ein Fernsehduell, spannend und entscheidend für die Wahl, war angekündigt. Und spannend daran war nur, wie langweilig auf einer Skala von 0-10 die beiden Kuscheltiere sich streicheln würden.

Die Skala reichte nicht aus: Es war auf jeden Fall unendlich einschläfernd.

Das Merkel ist ein Ding, das zufällig an die Macht gekommen ist und vor allem dadurch auffällt, daß es auch nach vier Jahren nicht so genau weiß, wieso es ins Bundeskanzleramt gestellt wurde. Es gleicht einer Papageienart (Graupapagei), dem ständig die gleichen Sätze per Tonband vorgesagt werden und das nur gefüttert wird, wenn es diese fehlerfrei wiederholen kann.

Der Meierstein wurde von Müntefering ins Wasser geworfen. Anders als normale Steine schlägt er weder große noch kleine Wellen, da er besonders flach ist, kann ihn Müntefering besonders gut über die Oberfläche hüpfen lassen, ganz so wie er will.

Das Merkel plappert, der Meierstein hüpft. Eigentlich könnte man lachen, weil aber dieser Sketch nun schon vier Jahre nahezu unverändert aufgeführt wird ( die beiden können halt nicht mehr) ist das ganze vor allem:

Totaly boring.

Zu Deutsch: Totaaaal langweilig.

Bis denne

Bandit

09.08.2009

SPD - Projekt 18



Berlin. Kanzlerkandidat Steinmeier hat den Startschuss für das Projekt 18 gegeben. 18% bei der Bundestagswahl 2009 seien realistischerweise erreichbar, meinte er gegenüber der Presse. Er werde alles geben, um dieses Ziel zu erreichen.

Ein wichtiger Schritt Richtung 18 % sei die Nachberufung des Dienstwagenmädchens Ulla Schmidt in das Wahlkampfteam. Es sei - so auch der Rechnungshof - völlig normal, in den Urlaub sowohl Dienstwagen als auch Chauffeur und die persönliche Referentin mitzunehmen. Die Ausgaben von knapp 10.000 € (so der Bund der Steuerzahler) seien angesichts der Managergehälter in der Wirtschaft doch nur Peanuts.

Steinmeier betonte erneut, daß die SPD keinerlei bindende Aussagen für oder gegen einen Wiedereinstieg in die Atomkraft in ihr Wahlprogramm aufgenommen habe. Sowohl die Atomkraftbefürworter als auch deren Gegner sollen sich in der SPD wiederfinden können.

Eine Erhöhung des Rentenalters auf 69 schloss Steinmeier vor der Wahl definitiv aus. Mit der SPD sei das in den nächsten 2 Monaten nicht zu machen, betonte er.

Auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 21 % sei derzeit kein Thema. Auch nach der Wahl wäre dies ausgeschlossen, wenn die SPD die absolute Mehrheit der Stimmen bekäme.

Der Durchschnittsrentner brauche sich keinerlei Sorgen über eine Besteuerung zu machen. Diese käme auf jeden Fall nach der Wahl, gab sich Steinmeier erleichtert. - Das Gleiche gälte für Unterdurchschnitts - und Überdurchschnittsrentner.

Im Sinne der von der SPD geforderten Gleichheit von Mann und Frau selbstverständlich auch für Rentnerinnen, egal welchen Geschlechts.

Nach wie vor könne er garantieren, daß auch weiterhin Zahnersatz und Sehhilfen weiterhin selbst bezahlt werden müßten. Darüber hinaus denke die Partei über weitere Selbstzahlungen nach, die dann selbstverständlich für alle gälten.

Wer in risikoreiche Regionen wie Großbritannien, Spanien oder Italien Urlaub mache, müsse damit rechnen, daß die dann erhöhte Schweinegrippe-Ansteckungsgefahr und damit verbundene Impfungen selbst beazhlt werden müssten.

Auch sei die SPD nach wie vor der Meinung, daß die deutsche Freiheit ( wie Peter Struck ja schon sagte) am Hindukusch und überall in der Welt verteidigt werden müsse. Die Rüstungsindustrie könne daher mit weiteren Großaufträgen rechnen.

Grundsicherung für alle: Man denke außerdem darüber nach, für die unteren Lohngruppen, Dienstmädchen, 1€-Jobber und Hartzer eine neue Währung einzuführen: Den Hartz. Damit könne die breite Unterschicht dann - frei von Euros - für wenige Hartz in speziellen Supermarktketten (künftig Hartz-Shops genannt) die zu ihrem Lebenserhalt notwendigen Dinge erwerben (Sweetis, Alc, Burger...) Man sei mit Billigketten ( wie etwa Norma, Netto, Plus) in Vorgespräche getreten.

Alles in allem sei er mit dem Wahlkampf und seinem Team zufrieden. Es werde sicher gelingen, die 18% zu erreichen, ja, vielleicht sogar zu unterbieten.

Na denn, ab gehts, Sozis!